Man liest viel darüber, dass die heutigen Ehen nicht mehr lange
halten. Sich scheiden zu lassen war früher ein grosses Tabu, doch mittlerweile
gehört es zur Normalität unserer Gesellschaft. Dies ist vielleicht darauf
zurück zu führen, dass sich erstens die Rolle der Frau verändert hat und
zweitens die Gesellschaft zu sehr darauf fixiert ist, was sie haben könnten und
nicht das pflegen, was sie haben.
Es
gibt viele verschiedene Trennungs- und Scheidungsgründe, welche ich hier nicht
alle aufzählen kann und auch nicht möchte. Eine grundlegende Frage ist: Wer ist
alles betroffen von einer Scheidung und wer leidet drunter? Das Paar selbst,
ist verständlich. Jedoch betrifft es die Kinder mehr, als die meisten Eltern
vielleicht denken.
Oftmals
wird der Ausdruck „Scheidungsopfer“ für Scheidungskinder verwendet, doch ist
diese Bezeichnung berechtigt? Diese Frage ist schwer zu beantworten,
schliesslich gibt es bei jeder Veränderung im Leben Vorteile, auch wenn es
anfangs nicht so scheint.
Im
Idealfall sehen die Kinder beide ihre Elternteile mehrmals pro Woche und haben
in beiden Wohnungen ein eigenes Zimmer indem sie sich wohlfühlen. Dies kann
durchaus positiv sein, man hat zwei Möglichkeiten sich zurückzuziehen und wenn
man mit dem einen Elternteil streit hat, übernachtet man halt spontan beim
anderen. Man kann also von zuhause weg und ist trotzdem zuhause.
Was
einerseits toll klingt, hat auch seine negativen Seiten. Beispielsweise der
Kleiderschrank, natürlich hat man nicht alles doppelt, das heisst, es kann
vorkommen dass man etwas Bestimmtes anziehen möchte und im letzten Augenblick
realisiert dass dieses Kleidungsstück beim anderen Elternteil ist – ungüstig!
Auch wenn man beispielsweise das Wochenende beim Vater verbringt, Freitags also
einige Kleider für die nächsten Tag einpackt, bei schönem Wetter in Sandalen
zum Vater geht, Montags aufwacht und es in Strömen regnet. Man hat keine Wahl
und muss eben in Sandalen aus dem Haus.
Wie
ich erwähnt habe gibt es überall gutes und schlechtes, ob Scheidungskinder
wirklich „Opfer“ sind ist aber eine Meinungsfrage und nicht einfach so zu
beantworten.
Ich
habe in meinem Post bewusst nicht alles thematisiert was bei einer Scheidung
gut oder schlecht ist, denn dafür reichen meine Anzahl Wörter nicht. Vielleicht
möchtet ihr ja etwas in einem Kommentar ergänzen?

