Freitag, 9. November 2012

Scheidungsopfer?


Man liest viel darüber, dass die heutigen Ehen nicht mehr lange halten. Sich scheiden zu lassen war früher ein grosses Tabu, doch mittlerweile gehört es zur Normalität unserer Gesellschaft. Dies ist vielleicht darauf zurück zu führen, dass sich erstens die Rolle der Frau verändert hat und zweitens die Gesellschaft zu sehr darauf fixiert ist, was sie haben könnten und nicht das pflegen, was sie haben.
Es gibt viele verschiedene Trennungs- und Scheidungsgründe, welche ich hier nicht alle aufzählen kann und auch nicht möchte. Eine grundlegende Frage ist: Wer ist alles betroffen von einer Scheidung und wer leidet drunter? Das Paar selbst, ist verständlich. Jedoch betrifft es die Kinder mehr, als die meisten Eltern vielleicht denken.

Oftmals wird der Ausdruck „Scheidungsopfer“ für Scheidungskinder verwendet, doch ist diese Bezeichnung berechtigt? Diese Frage ist schwer zu beantworten, schliesslich gibt es bei jeder Veränderung im Leben Vorteile, auch wenn es anfangs nicht so scheint.

Im Idealfall sehen die Kinder beide ihre Elternteile mehrmals pro Woche und haben in beiden Wohnungen ein eigenes Zimmer indem sie sich wohlfühlen. Dies kann durchaus positiv sein, man hat zwei Möglichkeiten sich zurückzuziehen und wenn man mit dem einen Elternteil streit hat, übernachtet man halt spontan beim anderen. Man kann also von zuhause weg und ist trotzdem zuhause.

Was einerseits toll klingt, hat auch seine negativen Seiten. Beispielsweise der Kleiderschrank, natürlich hat man nicht alles doppelt, das heisst, es kann vorkommen dass man etwas Bestimmtes anziehen möchte und im letzten Augenblick realisiert dass dieses Kleidungsstück beim anderen Elternteil ist – ungüstig! Auch wenn man beispielsweise das Wochenende beim Vater verbringt, Freitags also einige Kleider für die nächsten Tag einpackt, bei schönem Wetter in Sandalen zum Vater geht, Montags aufwacht und es in Strömen regnet. Man hat keine Wahl und muss eben in Sandalen aus dem Haus.

Wie ich erwähnt habe gibt es überall gutes und schlechtes, ob Scheidungskinder wirklich „Opfer“ sind ist aber eine Meinungsfrage und nicht einfach so zu beantworten.

Ich habe in meinem Post bewusst nicht alles thematisiert was bei einer Scheidung gut oder schlecht ist, denn dafür reichen meine Anzahl Wörter nicht. Vielleicht möchtet ihr ja etwas in einem Kommentar ergänzen? 

Mittwoch, 7. November 2012

"Holy shit!"


„Das ist mir heilig!“ Dieser Satz haben die meisten schon einmal gesagt oder gehört, ohne wirklich darüber nach zu denken was heilig eigentlich bedeutet. In diesem Zusammenhang bekommt das Wort „heilig“ die Bedeutung von „wichtig“. Der Ausdruck wird also von „Das ist mir heilig!“ zu „Das ist mir wichtig!“, wieso benutzt man also nicht von Anfang an den letzteren Ausdruck? Das Wort „heilig“ ist aber mehr als nur ein (in diesem Zusammenhang) Synonym von „wichtig“, es drückt ebenfalls etwas Unberührbares und äusserst Bedeutendes für diese Person aus. Wenn uns also jemand sagt: „Dieser Gegenstand ist mir heilig!“ ist für uns sofort klar, dieser Gegenstand darf keinesfalls beschädigt oder verändert werden.
Aber zurück zum Anfang, was ist eigentlich die korrekte Bedeutung von „heilig“? Nach Wikipedia stammt das Wort „heilig“ von „heil“ ab, was „ganz“ bedeutet,  im allgemeinen Sprachgebrauch  ist „heilig“ aber ein religiöser Begriff. Wieso ist das Wort „heilig“ dann aber auch im alltäglichen Vokabular von unreligiösen Menschen vorhanden? Ich habe mir darüber Gedanken gemacht und mir ist aufgefallen, dass „heilig“ nicht das einzige „göttliche“ oder religiöse Wort im Wortschatz ungläubiger Personen ist. Ich zum Beispiel kann definitiv sagen, dass ich keiner Religion angehöre und auch nicht gläubig bin und doch verwende ich Ausdrücke wie: „Oh mein Gott!“. Auch Ausdrücke wie „heilige Scheisse“ oder „Gopferdammi (à Gott verdamme mich)“ werden heutzutage oft entfremdet verwendet.
Ich habe mich dabei gefragt, ist es eigentlich korrekt solche Ausdrücke zu verwenden ohne dabei zu realisieren, dass man etwas religiös Bedeutendes sagt? Und fühlen sich religiöse Menschen davon beleidigt?
 Schreibt doch eure Meinung in einem Kommentar dazu!

Samstag, 3. November 2012

Wieviel lügen ist erlaubt?



 Seit wir klein sind wurde uns eingetrichtert immer ehrlich zu sein und die Wahrheit zu sagen. Mit der Drohung: „Die Wahrheit kommt immer ans Licht!“ traute man sich dann auch kaum zu lügen und tat man es doch, kam die Wahrheit früher oder später wirklich ans Licht. Doch gibt es nicht Situationen in denen es besser und unkomplizierter wäre eine kleine Notlüge zu erfinden, nur um nicht in eine unangenehme Diskussion zu kommen?

Doch was ist Lügen überhaupt genau? Wenn man von einer Person den Vorwurf: „Du hast mich angelogen!“ an den Kopf kriegt, sucht man meist nach Worten um sich zu rechtfertigen. Manche behaupten dann, sie hätten nicht gelogen, nur nicht die ganze Wahrheit erzählt. Stimmt, das ist grundsätzlich nicht Lügen, ganz ehrlich war man dabei aber trotzdem nicht und die „angelogene“ Person ist enttäuscht.

Wenn eine Lüge aufgedeckt wird, fühlt sich immer mindestens eine Person hintergangen und ist enttäuscht. Dieses Gefühl hat vermutlich schon jeder erlebt und doch tun wir es selbst immer wieder und verdrehen ab und zu die Wahrheit. Doch wann ist das okay? Ich persönlich denke, dass eine Notlüge dann angebracht ist, wenn man mit der Wahrheit eine andere Person unnötig verletzen würde.

Ist es also erlaubt ab und zu zu lügen?  Meiner Meinung nach ist es in Ordnung kleine Notlügen zu erfinden wenn es nicht anders geht. Jedoch sollte dies keinesfalls zur Gewohnheit werden, schliesslich sollte man besonders seine Freunde nicht anlügen, denn echte Freunde akzeptieren die Wahrheit und erwarten eine ehrliche Meinung, falls sie danach fragen. Viele Menschen unterschätzen den Gegenüber und denken sie müssten lügen um diese Person nicht zu verletzen, dabei wäre es für beide einfacher ehrlich zu sein und sich auszusprechen.

Es liegt bei jedem selbst, ob dieser fähig ist abzuschätzen wann eine Lüge notwendig ist und wann die Wahrheit besser ist. Im Zweifelsfall ist die Wahrheit womöglich immer die bessere Wahl, sonst können verzwickte Lügennetze daraus entstehen, aus diesen man kaum mehr herauskommt. 

Freitag, 2. November 2012

Mein Lieblingsort


Wenn ich mich selbst frage, was oder wo mein Lieblingsort ist, fallen mir zuerst Städte oder Orte ein, an welchen ich schöne Ferien verbracht habe.
Mir fällt zum Beispiel die wunderbare Stadt Berlin ein. Berlin gefällt mir, nicht nur äusserlich, die Leute sind mir sympathisch und für mich hat Berlin eine anziehende und faszinierende Atmosphäre. Doch ist diese Stadt wirklich mein Lieblingsort? Müsste ich meinen Lieblingsort nicht in und auswendig kennen? Ich zum Beispiel war nur eine Woche dort und dies, verständlicherweise, nur zu einer Jahreszeit. Würde mir Berlin auch im Winter gefallen? Natürlich würde ich jetzt naiv mit „Ja“ antworten, aber ganz sicher kann ich mir da nicht sein, schliesslich habe ich das noch nie erlebt.
Doch nehmen wir einmal an, ich würde dort hin ziehen, wäre die Stadt nach einigen Jahren immer noch so faszinierend für mich? Hätte ich die guten Erinnerungen an die eine Woche Berlin nicht total mit dem Alltagstrott weggeschwemmt?
Aus diesem Grund würde ich persönlich den Ort, an dem ich mich am wohlsten fühle und den ich am besten kenne, als meinen Lieblingsort bezeichnen. Einen Ort, den ich längst mit meinem Alltagstrott überflutet habe und doch immer wieder gerne dorthin zurückkehre. Ein Ort den ich mag, wenn ich traurig bin und alleine sein möchte, den ich mag wenn ich mich zurückziehen möchte und doch immer wieder gerne mit Personen die mir wichtig sind teile.

Und dieser Ort ist mein Bett, in meinem Zimmer, in Zürich

Freitag, 26. Oktober 2012

Ein guter Zuhörer


Ein guter Zuhörer

Wir alle brauchen manchmal einen guten Zuhörer und ebenfalls sollten wir einer sein. Doch was macht uns zu einen „guten Zuhörer? Was heisst in diesem Zusammenhang „gut“? Wenn wir jemanden brauchen, dem wir etwas erzählen können und dieser zuhört, ist das gut, doch jeder Erzähler braucht eine Reaktion, welche bestätigt, dass das Erzählte beim Zuhörer angekommen ist. Manche geben sich mit einem Nicken zufrieden, andere erwarten einen Kommentar oder eine  Meinung.

Dies zeigt, dass die Definition eines guten Zuhörers von Erzähler zu Erzähler variiert. Jedoch gibt es einige Dinge, welche man zur Allgemeinheit der Definition zählen kann: Der Zuhörer sollte beispielsweise keinesfalls versuchen sich in den Mittelpunkt zu drängen, oder gar beginnen nur über sich selbst zu sprechen. Schliesslich sollte man in der Position des Zuhörers ein gewisses Gefühl vermitteln, welches dem Erzähler das Wohlbefinden gibt, sein Herz auszuschütten.  Dies hat ebenfalls viel mit Vertrauen zu tun, ohne Vertrauen und Ehrlichkeit gibt es keine gute Kombination aus Erzähler und Zuhörer.

Jeder der normale Hörkenntnisse hat, hat schon im Kindesalter gelernt zuzuhören. Als kleines Kind, besonders wenn man selbst noch nicht sprechen kann, ist es die einzige Möglichkeit eine Sprache zu lernen. Kinder lernen durch das Zuhören. Doch man sollte  die Fähigkeit durch das Zuhören zu lernen nicht im Alter aufgeben, wir sind das ganze Leben lang lernfähig. Wir lernen Sprachen und wir lernen von Erzählungen und Erfahrungsberichte die unsere Freunde uns mittteilen.
Also liebe Blogger, spitzt die Ohren!